Drupal: Module finden und installieren

Welche Module Drupal bereits mit an Bord hat, wurde bereits gezeigt. In diesem Tutorial geht es nun darum, wie man zusätzliche Module installieren kann. Denn eines ist klar: Die Standardinstallation von Drupal bringt zwar schon recht viel an Funktionalität mit, das Ende der Fahnenstange ist damit aber längst noch nicht erreicht. Ebenso gezeigt werden Aktualisierung und Deinstallation von Modulen.

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Prinzipiell ist es egal, welches Modul dabei verwendet wird. Denn die grundlegenden Schritte sind immer gleich. Wobei natürlich auch hier nicht der allseits beliebte Hinweis fehlen darf, dass Ausnahmen die Regel bestätigen. Es gibt nämlich durchaus Module, deren Installation etwas aufwendiger ist.

So erfolgt beispielsweise die Installation eines WYSIWYG-Editors in mehreren Schritten. Erst installiert man das Modul, danach wird dann der eigentliche Editor in das Module-Verzeichnis geladen. Wie das dann genau funktioniert, hatte ich bereits in einem eigenen Tutorial beschrieben.

Natürlich lässt sich die Installation von Modulen wieder am besten anhand eines Beispiels zeigen. Verwendet wird dafür in diesem Tutorial das Modul RobotsTxt. Das Modul kann von der Seite http://drupal.org/project/robotstxt heruntergeladen werden. Auf der Modulseite findet ihr jeweils eine Beschreibung, was das Modul denn eigentlich genau macht.

Achtet in jedem Fall darauf, die richtige Version herunterzuladen. Wenn ihr also Drupal 7 installiert habt, muss auch explizit diese Version vom Modul unterstützt werden. Tatsächlich laufen beispielsweise solche Module nicht in Drupal 7, die für Drupal 6 entwickelt wurden.

Dieser Aspekt muss natürlich bei jedem Drupal-Update beachtet werden. Wer also beispielsweise plant, von Drupal 6 auf Drupal 7 umzusteigen, sollte auch überprüfen, ob die installierten Erweiterungen dann tatsächlich für die neue Drupal-Version zur Verfügung stehen.

Nach dem Download muss das heruntergeladene Archiv nicht entpackt werden. Ruft stattdessen im Backend Module auf.

In dieser Übersicht werden sämtliche Module angezeigt, die bislang auf dem System vorhanden sind. Klickt im oberen Fensterbereich auf Neues Modul installieren. Für die Installation neuer Module bietet Drupal zwei Möglichkeiten:

• Man gibt direkt eine URL an.
• Man wählt das heruntergeladene Zip-Archiv aus.

 

Beide Varianten funktionieren natürlich in aller Regel. Die URL-Variante ist allerdings fehleranfälliger. Denn ist beispielsweise der angegebene externe Server nicht erreichbar, schlägt die Installation fehl. Üblicherweise wählt man daher über die Schaltfläche Datei auswählen das heruntergeladene Zip-Archiv aus.

Mit Installieren wird die Auswahl bestätigt. Nach erfolgreicher Installation ist eine entsprechende Meldung zu sehen.

Unter Next steps könnt ihr direkt zur Admin-Übersichtsseite springen (Administration pages) oder das Modul aktivieren (Enable newly added modules). Üblicherweise klickt man auf Enable newly added modules.

 

Abhängigkeiten beachten

Manche Module funktionieren nur richtig, wenn andere Module vorhanden sind. Das Gute an Drupal ist, dass man diese Abhängigkeiten nicht etwa erraten muss. Vielmehr werden sie von Drupal automatisch ermittelt und angezeigt.

Es gibt – wenn Abhängigkeiten existieren – zwei Arten von Einträgen.

Abhängig von – Das Modul wird nur funktionieren, wenn das angegebene andere Modul vorhanden und aktiviert ist.
Benötigt von – Das Modul wird von einem anderen Modul benötigt. Wenn man es deaktiviert, wird das andere Modul nicht mehr funktionieren bzw. in seiner Funktion eingeschränkt sein.

Überprüft vor dem Einsatz jedes Moduls, dass die Abhängigkeiten aufgeschlüsselt, also erfüllt sind. Nur so kann man vernünftig mit dem betreffenden Modul arbeiten.

 

Module aktualisieren

Ebenso wie das eigentliche Drupal-Kernsystem sollten natürlich auch die Module regelmäßig aktualisiert werden. Denn immer wieder werden in den Drupal-Modulen Sicherheitslöcher entdeckt, durch die Angreifer dem System schaden können.

Bevor Module aktualisiert werden, sollte man das System in den Wartungsmodus schalten. Die entsprechenden Einstellungen dazu findet ihr unter Konfiguration im Bereich Entwicklung. Klickt dort auf Wartungsmodus.

 

Aktiviert das Kontrollkästchen Website in den Wartungsmodus versetzen und bestätigt das mit Konfiguration speichern. Den Besuchern wird daraufhin, wenn sie eure Seite aufrufen, eine Meldung angezeigt.

 

Jetzt könnt ihr also im Hintergrund die Module aktualisieren. Ruft dazu Module auf und wechselt ins Register Aktualisieren. Drupal überprüft nun automatisch, ob es für ein Modul/Projekt Updates gibt. Anschließend ist eine entsprechende Meldung zu sehen.

Steht dort Alle Ihre Projekte sind aktuell, braucht ihr nichts weiter zu unternehmen, da tatsächlich alle Module auf dem neuesten Stand sind. Werden Aktualisierungen angezeigt, sind diese in einer Übersicht zu sehen. Sicherheitsupdates sind dabei immer rot hinterlegt. Diese sollten in jedem Fall immer sofort installiert werden.

Um ein Update zu installieren, aktiviert man das vor dem Modul stehende Kontrollkästchen und klickt auf Diese Aktualisierung herunterladen. Drupal schlägt nun noch einmal vor, die Webseite in den Wartungsmodus zu versetzen, was ihr aber bereits erledigt habt. Mit Weiter geht es zum nächsten Schritt. Drupal installiert die Aktualisierung jetzt automatisch.

Nachdem die neue Version installiert wurde, sollte das Update-Skript ausgeführt werden. Dieses Skript aktualisiert die Drupal-Datenbank. Aufrufen lässt sich das Skript folgendermaßen:

http://localhost/drupal/update.php

Wobei in diesem Beispiel von einer Installation auf einem lokalen Rechner im Verzeichnis drupal ausgegangen wird. Wäre eure Drupal-basierte Webseite beispielsweise direkt über http://www.psd-tutorials.de/ abrufbar, sähe der Aufruf so aus:

http://www.psd-tutorials.de/update

Alternativ zu diesem manuellen Aufruf könnt ihr aber auch direkt auf den nach der Modul-Installation angezeigten Link Run database updates und anschließend auf Continue klicken.

Sollten keine Aktualisierungen notwendig sein, wird euch eine entsprechende Meldung angezeigt, anderenfalls führt Drupal die Aktualisierungen direkt durch.

 

Module wieder entfernen

Nicht mehr benötigte Module könnt ihr natürlich jederzeit wieder entfernen. (Was ihr übrigens auch regelmäßig erledigen solltet, um das System möglichst schlank zu halten). Um ein überflüssiges Modul wieder zu entfernen, ruft man Module auf.

Deaktiviert die Kontrollkästchen vor den Modulen, die ihr nicht mehr braucht. Es kann sein, dass eines dieser Kontrollkästchen deaktiviert ist. Aktiviert in diesem Fall zunächst die möglichen Kontrollkästchen und klickt auf Konfiguration speichern. Wenn ihr anschließend erneut die Modul-Übersicht aufruft, sollte auch das zuvor ausgegraute Kontrollkästchen nun deaktivierbar sein.

Deaktiviert also auch dieses Kontrollkästchen und klickt auf Konfiguration speichern. Wechselt anschließend ins Register Deinstallieren. Hier seht ihr alle Module, die deinstalliert werden können.

Aktiviert die betreffenden Kontrollkästchen und klickt auf Deinstallieren. Die daraufhin angezeigte Meldung kann mit Deinstallieren bestätigt werden. Und auch jetzt gilt wieder: Im nächsten Schritt ermöglicht euch Drupal auch die Deinstallation der vormals möglicherweise deaktivierten Module.

Auch das könnt ihr wieder mit Deinstallieren bestätigen. Ruft anschließend das Verzeichnis /sites/all/modules auf und löscht dort das betreffende Modulverzeichnis. Dabei entsprechen die Verzeichnisnamen den Namen der Module.

Vergesst anschließend nicht, die Webseite wieder online zu schalten.

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