Drupal: Das sind die Standard-Module von Drupal

Im Laufe dieser Tutorial-Reihe habt ihr bereits einige Module kennengelernt. An dieser Stelle geht es noch einmal ganz explizit darum, was es mit Modulen eigentlich auf sich hat und woher man Module bekommt. Im zweiten Teil dieses Tutorials wird dann ein Blick auf die mit Drupal standardmäßig ausgelieferten Module geworfen. Mit denen werdet ihr es nämlich immer wieder zu tun bekommen, wenn ihr mit Drupal arbeitet.

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Drupal bringt von Hause aus bereits eine ganze Menge an Funktionalitäten mit. Der Funktionsumfang lässt sich jedoch durch Module noch deutlich erweitern. Solche Module könnt ihr euch als kleine Bausteine vorstellen, die zusätzlich in Drupal installiert werden.

Dank dieser Module ist Drupal fast beliebig erweiterbar und extrem flexibel. Zentrale Anlaufstelle für Module ist der Menüpunkt Module.

Dort sind alle in eurer Drupal-Installation vorhandenen Module aufgeführt. Mehr zu den standardmäßig mit Drupal ausgelieferten Modulen dann später. Denn zunächst stellt sich die Frage, woher man eigentlich neue Module bekommt.

 

Die Suche nach neuen Modulen sollte üblicherweise immer unter http://drupal.org/project/Modules starten.

 

Die Drupal-Module sind in verschiedene Kategorien aufgeteilt. So gibt es zum Beispiel die Kategorie CCK, in der alle Module enthalten sind, die mit dem Content Construction Kit zu tun haben. Ebenso existiert aber auch die Kategorie E-Commerce. In der findet man dann alles, was man zum Aufbau eines eigenen Online-Shops braucht.

Auch wenn im nächsten Tutorial noch einmal ausführlicher darauf eingegangen wird, darf hier ein Hinweis nicht fehlen: Achtet unbedingt darauf, dass ihr immer Module auswählt, die für die jeweilige Drupal-Version geschrieben wurden. Tatsächlich ist Drupal hier nämlich sehr wählerisch. Ein Modul, das ursprünglich für Drupal 6 entwickelt wurde, lässt sich nicht in Drupal 7 installieren.

Wie ihr neue Module installieren könnt, dazu dann später mehr. Jetzt geht es erst einmal um die Module, die Drupal von Hause aus mitbringt.

Den Überblick über die bei einer Drupal-Installation vorhandenen Module kann man sich unter Module verschaffen. Unterteilt ist die Modulseite in zwei verschiedene Bereiche:

Kern-Module – Das sind Module, die bereits im Standardpaket von Drupal enthalten sind. Die wichtigsten dieser Module werden in diesem Tutorial vorgestellt.
Eigennamen – Und dann gibt es noch zahlreiche Module, die eigene Bereiche generieren. Bestes Beispiel dafür ist die Chaos Tool Suite, die allein schon neun Unter-Module anlegt.

Einige der Module werdet ihr im Laufe dieser Tutorial-Reihe noch ausführlich kennenlernen (einige habe ich bereits vorgestellt). Andere wiederum sind selbsterklärend. Trotzdem – muss man natürlich vor dem Einsatz eines Moduls wissen, was es denn eigentlich macht. Genau dafür ist der folgende Absatz zuständig. Betrachtet den einfach als eine Schnellübersicht der in Drupal standardmäßig vorhandenen Module.

Und jetzt ein Blick auf einige der wichtigsten Standard-Module, die Drupal von Hause aus mitbringt.

Block – Bestimmt, welche Blöcke um den Hauptinhalt angezeigt werden.
Filter – Erlaubt das Filtern von Inhalten.
Node – Alles ist in Drupal ein Knoten bzw. ein Node. Erst durch das Node-Modul lassen sich Inhalte erstellen.
System – Stellt die Konfigurationsmöglichkeiten für die Webseite zur Verfügung.
User – Steuert das Anmelde- und das Benutzersystem. Ohne dieses Modul wäre keine Benutzerverwaltung möglich.

 

An den benötigten Kern-Modulen gibt es nichts zu deuteln. Diese lassen sich also nicht deaktivieren. (Entfernen kann man diese zwar schon, dafür ist allerdings ein Umweg nötig. Sinnvoll ist das Löschen dieser Module aber in keinem Fall). Anders sieht es mit den optionalen Kern-Modulen aus. Die können zwar sinnvoll sein (und sind es meistens), sie lassen sich aber auch deaktivieren.

Aggregator
Ermöglicht das Sammeln von Inhalten anderer Webseiten via RDS-, Atom- und RSS-Feed.

 

Blog
Hierüber kann man einen Blog betreiben. Sinnvoll ist dieses Modul vor allem, wenn mehrere Benutzer Blogs verwenden sollen.

Book
Ermöglicht die Strukturierung der Inhalte anhand einer Hierarchie oder Gliederung. Ihr könnt euch eine Webseite, die dieses Modul nutzt, dann tatsächlich wie ein Buch vorstellen, das in Kapitel und Unterkapitel unterteilt ist. Ich hatte dieses Modul bereits in einem Tutorial vorgestellt und möchte noch einmal explizit darauf hinweisen, dass sich damit eben nicht nur Bücher abbilden lassen.

Color
Manche Themes erlauben es, das Farbschema zu ändern. Dort wo das möglich ist, sorgt dieses Modul dafür, dass man diese Möglichkeit auch nutzen kann.

Comment
Erst durch dieses Modul wird es Besuchern ermöglicht, Inhalte zu kommentieren

 

Contact
Ermöglicht die Nutzung allgemeiner und benutzerspezifischer Kontaktformulare.

 

Content translation
Dieses Modul ist interessant, wenn es um mehrsprachige Webseiten bzw. die Übersetzung von Inhalten geht.

Database logging
Zeichnet Systemereignisse der Datenbank auf und protokolliert sie. Dazu gehören beispielsweise fehlerhafte bzw. gescheiterte SQL-Statements.

Forum
Durch dieses Modul lässt sich ein Forum aufbauen.

Help
Zu den einzelnen Modulen lassen sich Hilfetexte anzeigen. Das funktioniert allerdings nur, wenn dieses Modul aktiviert wurde.

Image
Wird dieses Modul aktiviert, stellt Drupal einige Funktionen zur Bildbearbeitung zur Verfügung.

Locale
Fügt eine Funktion zur Sprachbehandlung ein. Das ist die Voraussetzung zum Übersetzen der Oberfläche.

Menu
Ermöglicht das Bearbeiten des Navigationsmenüs und erlaubt das Anlegen eigener Menüs.

OpenID
Hierüber kann sich der Benutzer mittels OpenID am System anmelden.

Path
Dadurch lassen sich URLs umbenennen.

PHP filter
Erlaubt das Einfügen von ausführbarem PHP-Code.

Ping
Andere Seiten werden über Änderungen an der Webseite informiert.

Poll
Ermöglicht das Anlegen von Umfragen in Form von Multiple-Choice-Fragen. Der Funktionsumfang der Umfragen ist begrenzt, reicht für einfache Dinge aber sicherlich aus.

 

Search
Aktiviert die Suchfunktion für die Seite. Ohne dieses Modul wird kein Eingabefeld für die Suchanfrage angezeigt.

Statistics
Es werden die Zugriffsstatistiken für die Webseite protokolliert.

Syslog
Protokolliert und zeichnet Systemereignisse im Systemprotokoll auf, das auf dem Betriebssystem installiert sein sollte. Im Normalfall wird das allerdings nicht benötigt.

Taxonomy
Für die Kategorisierung von Inhalten ist dieses Modul zuständig.

Throttle
Auf diese Weise kann eine Lastreduzierung für die Webseite erreicht werden. Greifen beispielsweise sehr viele Besucher auf die Webseite zu, kann Throttle dafür sorgen, einige Module zu deaktivieren.

Tracker
Listet die neuesten Beiträge der Benutzer auf.

Trigger
Mit Trigger kann man Aktionen aufgrund bestimmter Systemereignisse auslösen. Ein typisches Beispiel wäre das Anlegen neuer Inhalte.

Fazit
Diese Übersicht soll euch dabei helfen, einen ersten Überblick davon zu bekommen, welche Module Drupal bereits mit an Bord hat. Deutlich ist dabei sicherlich geworden, mit welchem Funktionsumfang Drupal daherkommt. Tatsächlich lässt sich das System dank der zahllos verfügbaren Module beinah beliebig erweitern.

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