Drupal: Suchfunktion und RSS-Feeds

Je mehr Inhalte man erstellt, umso wichtiger wird es natürlich, dass diese auch tatsächlich schnell auffindbar sind. Drupal bringt von Hause aus eine Volltextsuche mit. Wie die sich in die Webseite integrieren lässt, wird im ersten Teil dieses Tutorials gezeigt. Im Anschluss erfahrt ihr, welche Möglichkeiten euch Drupal hinsichtlich der Verbreitung eurer Inhalte via RSS-Feeds bietet und wie sich RSS-Feeds externer Seiten einbinden lassen.

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Drupal bringt standardmäßig bereits eine ausgefeilte Suchfunktion mit. Dabei handelt es sich um eine Volltextsuche, mit der sich der gesamte Inhalt der Webseite durchsuchen lässt. Bevor ihr mit eurer Webseite online geht, solltet ihr die Inhalte wenigstens einmal indizieren. Ruft dazu Konfiguration>Sucheinstellungen auf und klickt auf die Schaltfläche Seite neu indizieren.

 

In dem sich daraufhin öffnenden Dialogfenster klickt man erneut auf Seite neu indizieren.

Unter Konfiguration>Sucheinstellungen können weitere Einstellungen vorgenommen werden. So ist beispielsweise das Feld Minimale Wortlänge, die indiziert werden soll interessant. Denn darüber könnt ihr festlegen, aus wie vielen Zeichen ein Suchbegriff mindestens bestehen soll.

Mit der Konfiguration der Suche ist wieder nur ein Teil der Arbeit getan. Die Suche muss natürlich im Frontend verfügbar gemacht werden. Dafür gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten:

• Man blendet die Suche als Block ein.
• Man ruft die Suche über ein Menü auf.

Um einen Block einzublenden, wird Struktur>Blöcke geöffnet. Sucht innerhalb der Übersicht nach dem Modul Suchformular und platziert es in der gewünschten Region.

 

Alternativ dazu lässt sich auch ein entsprechender Link in ein Menü einfügen. Dazu ruft man Struktur>Menüs auf und klickt bei Navigation auf Links auflisten. Aktiviert dort das Kontrollkästchen, das vor dem Eintrag Suche angezeigt wird und bestätigt dies mit Konfiguration speichern. Klickt anschließend auf Bearbeiten und stellt bei Übergeordneter Link das gewünschte Menü ein.

 

Auch diese Einstellungen müssen wieder mit Speichern übernommen werden. Wenn ihr jetzt ins Frontend der Seite wechselt und dem Suche-Link folgt, wird das Suchformular angezeigt. Über Erweiterte Optionen lassen sich zusätzliche Suchoptionen anzeigen.

Darüber kann die Suche noch detaillierter eingestellt werden.

 

RSS-Feeds ausliefern

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, RSS-Feeds in Drupal zu nutzen:

• Man liest externe RSS-Feeds ein.
• Man liefert selbst RSS-Feeds aus.

Beide Varianten werden in diesem Tutorial vorgestellt. Das Modul, das für die Feed-Anzeige verantwortlich ist, nennt sich Aggregator. Wie üblich muss dieses Modul zunächst aktiviert werden, was unter Module geschieht. Nach der Aktivierung können die Feeds angelegt werden. Ruft dazu Konfiguration>Sammlung von Newsfeeds auf.

Wenn ihr vorhabt, mehrere Feeds einzulesen, solltet ihr mit Kategorien arbeiten. Das macht die Verwaltung einfacher. Eine neue Kategorie wird über Kategorie hinzufügen angelegt. Gebt in die betreffenden Felder einen Titel und eine Beschreibung ein. In diese Kategorien lassen sich dann später die einzelnen Feeds einordnen. Im aktuellen Beispiel lautet der Name der Kategorie IT-News. Als Beschreibung wird Hier gibt es aktuelle Infos aus der IT-Welt. angegeben.

 

Übernommen werden die Einstellungen mit Speichern. Nun werden noch die jeweiligen Feeds erzeugt. Ruft dazu wieder die Feed-Übersicht auf, klickt dort aber dieses Mal auf Feed hinzufügen. Interessant sind zunächst einmal die beiden Felder Titel und URL. Der Titel sollte so gewählt werden, dass sich die Besucher darunter auch tatsächlich etwas vorstellen können.

Für den Heise-Developer-Feed könnte das Alle News von heise Developer sein. In das URL-Feld muss die Adresse des Feeds eingetragen werden. Dabei handelt es sich um eine Adresse zu einer XML-, RSS- oder RDF-Datei. Im Fall von Heise-Developer ist das die http://www.heise.de/developer/rss/news-atom.xml.

 

Bei Aktualisierungsintervall bestimmt man, nach welchem Zeitraum der angegebene Newsfeed auf neue Inhalte hin untersucht werden soll. Wenn sich Inhalte oft ändern, könnt ihr beispielsweise 15 Minuten einstellen. Bei den meisten Newsfeeds ist ein solch hohes Intervall aber sicherlich nicht nötig. Oft reichen auch schon Stunden oder sogar Tage.

Interessant ist dann noch der Bereich Einträge kategorisieren. Hier könnt ihr nämlich die Newsfeeds in eine oder mehrere der zuvor angelegten Kategorien einordnen.

 

Nachdem die Einstellungen übernommen wurden, kann man gleich einen weiteren Feed anlegen. Ruft – nachdem alle Feeds erstellt wurden – die Übersicht Web-Dienste auf und klickt dort auf den Link Einträge aktualisieren. Dadurch werden die Inhalte der Feeds heruntergeladen. (Später funktioniert das dann in dem angegebenen Intervall automatisch).

Wurden die Newsfeeds angelegt, müssen sie natürlich noch im Frontend verfügbar gemacht werden. Ruft dazu Struktur>Blöcke auf. Dort findet ihr – je nachdem, welche Feeds bzw. Kategorien angelegt wurden – verschiedene Blöcke.

 

Blendet im aktuellen Fall den Block Neueste Einträge der Kategorie IT-Feeds in der Region Erste Sidebar ein und übernehmt das mit Blöcke speichern. Sobald das Frontend aufgerufen wird, sind die Feeds zu sehen.

Klickt man einen der Feed-Beiträge an, wird man automatisch auf die Seite des Feed-Anbieters umgeleitet und kann den gesamten Beitrag lesen.

 

Eigene Feeds anbieten

Nun ist man nicht auf fremde Content-Anbieter angewiesen. Vielmehr kann man Newsfeeds seiner eigenen Inhalte zur Verfügung stellen. Das ist mit Drupal ganz einfach möglich. Die entsprechenden Einstellungen dazu findet man unter Konfiguration>RSS-Feeds.

Die folgenden Optionen stehen zur Verfügung:

Feed-Beschreibung – Gebt hier am besten eine kurze Beschreibung eurer Webseite an. Was erwartet die Leser eures Feeds also?
Anzahl der Einträge pro Feed – Hier könnt ihr festlegen, wie viele Einträge innerhalb eines Feeds zu sehen sein sollen. Möglich sind Werte zwischen 1 und 30.
Inhalt des Feeds – Und zu guter Letzt kann man noch bestimmen, was im Feed angezeigt werden soll. Zur Wahl stehen Nur Titel, Titel und Anrisstext und Gesamter Text.

Auch hier werden die Einstellungen letztendlich wieder mit Konfiguration speichern übernommen. Danach ist im Frontend das bekannte Feed-Logo zu sehen.

 

Klickt ein Besucher dieses Icon an, kann er den Feed abonnieren. Der Pfad zum Feed ist http://localhost/drupal/blog/feed.

Fazit

Zwei interessante Funktionen, die euren Besuchern auch noch einen echten Mehrwert bieten, habt ihr in diesem Tutorial kennengelernt. Die Suchfunktion sollte eigentlich zum Standard jeder Webseite gehören, auf der viele Inhalte angeboten werden. Ob ihr RSS-Feeds zur Verfügung stellt, ist hingegen Geschmackssache. Meistens ist das jedoch nur sinnvoll, wenn man tatsächlich öfters die Inhalte seiner Seite aktualisiert.

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