Drupal: Die Taxonomie

Ein Begriff wird euch im Zusammenhang mit Inhalten in Drupal immer wieder begegnen: Taxonomie. Wie im normalen Leben versteht man auch bei Drupal unter Taxonomie eine Einteilung von Dingen. In der Drupal-Welt wird der Begriff Taxonomie für die Einteilung der Inhalte in Kategorien und Unterkategorien verwendet. Für diese Klassifizierung werden Metadaten bei den einzelnen Inhalten und die Erstellung und Verwendung einer Ablagestruktur verwendet. Neben der Taxonomie erfahrt ihr in diesem Tutorial auch, was es mit dem sogenannten Tagging auf sich hat.

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In Drupal werden für den Aufbau eines Taxonomie-Systems zwei Dinge verwendet, nämlich Vokabulare und Begriffe. Dabei definiert man über ein Vokabular das Hauptthema, dem dann die einzelnen Begriffe untergeordnet werden. Drupal ist auf diesem Gebiet äußerst flexibel. So kann man einen bestimmten Inhaltstyp mit einem Vokabular und unterschiedlichen Begriffen verknüpfen. Das kann allerdings freiwillig geschehen, vorgeschrieben ist das also nicht.

Was sich hinter dem Taxonomie-Prinzip verbirgt, wird am deutlichsten, wenn man sich den Wortursprung ansieht.

• taxis – griechisch für Ordnung
• nomia – griechisch für Verwaltung

Es geht also darum, wie man die Webseiteninhalte ordnen und verwalten kann. Wie wichtig eine vernünftige Struktur der Inhalte ist, wird deutlich, je mehr Inhalte man anlegt. Mag die Struktur egal sein, wenn man nur ein paar wenige Artikel online stellt, sieht das Ganze bei Hunderten Seiten, Forenbeiträgen und Artikeln schon anderes aus.

Das folgende Beispiel soll zeigen, was es mit der Taxonomie in Drupal auf sich hat. Ein typisches Vokabular könnte Tutorials sein. Diesem Vokabular lassen sich unterschiedliche Begriffe unterordnen.

Joomla!
HTML/CSS
WordPress
XML
Drupal
JavaScript

Legt nun ein Redakteur beispielsweise einen neuen Artikel an, kann er aus einem Auswahlfeld die passenden Begriffe auswählen und somit den Artikel mit diesen Begriffen verknüpfen.

 

Überprüft zunächst, ob in eurem System die Taxonomie überhaupt verfügbar ist. Denn – und das ahnt ihr sicherlich bereits – auch dahinter verbirgt sich zunächst ein Modul. Ruft also Module auf und vergewissert euch, dass das Modul Taxonomie aktiviert ist.

 

Nur dann kann tatsächlich das Taxonomie-System verwendet werden. Sollte das Modul noch nicht aktiv gewesen sein, müssen außerdem die Module Options, Field und Field SQL storage aktiviert werden.

Um ein Vokabular anzulegen, ruft man Struktur>Taxonomie auf und klickt auf Vokabular hinzufügen.

 

Gebt hier einen Namen für das Vokabular (z.B. Tutorials) und bei Bedarf eine Beschreibung an. Mit Speichern werden die Einstellungen übernommen.

Nachdem das Vokabular angelegt wurde, lässt es sich mit Inhaltstypen verknüpfen. Das geschieht unter Struktur>Inhaltstypen. Klickt bei dem betreffenden Inhaltstyp (z.B. Article) auf Felder verwalten.

 

In das Feld Neues Feld hinzufügen wird Tutorials eingetragen. Das ist die Beschriftung für das Vokabular-Feld. Als Feldtyp wird Referenz auf Taxonomie-Begriffe eingestellt. Was ihr unter Steuerelement auswählt, ist letztendlich sicherlich Geschmackssache und muss von Fall zu Fall entschieden werden. Praktisch ist sicherlich vor allem die Variante Kontrollkästchen/Auswahlknöpfe.

Mit Speichern werden die Einstellungen übernommen.

Wählt zunächst das Vokabular aus – im aktuellen Beispiel ist das Tutorials – und bestätigt dies mit Feldeinstellungen speichern. In dem sich daraufhin öffnenden Dialogfenster könnt ihr zunächst einmal bestimmen, ob es sich um ein Pflichtfeld handelt, also immer ein Begriff eingegeben/ausgewählt werden muss.

Zusätzlich könnt ihr die Anzahl der möglichen Werte bestimmen. Wie viele Begriffe lassen sich also verwenden? Und zu guter Letzt lässt sich noch das Vokabular auswählen. Im aktuellen Beispiel ist das Tutorials. Mit Einstellungen speichern übernimmt man die Angaben.

 

Begriffe anlegen

Das Vokabular existiert jetzt augenscheinlich. Ob das Anlegen des Vokabulars bei euch tatsächlich funktioniert hat, könnt ihr ganz einfach überprüfen. Ruft dazu Inhalt>Inhalt hinzufügen>Article auf. Dort findet ihr erst einmal die altbekannten Einstellungen. Neu hinzugekommen ist nun allerdings der Tutorials-Bereich.

Sieht man sich den an, fällt eines auf: Es fehlen noch die Begriffe. Auch die müssen natürlich angelegt werden.

 

Begriffe anlegen

Begriffe können auf zwei unterschiedliche Arten angelegt werden. Zunächst einmal könnt ihr Struktur>Taxonomie aufrufen und dort bei dem gewünschten Vokabular auf Begriffe hinzufügen klicken. In dem sich daraufhin öffnenden Dialogfenster können ein Name, eine Beschreibung usw. angegeben werden.

 

Mit Speichern bestätigt man die Angaben. Auf diese Weise könnt ihr nun beliebig viele Begriffe für das gewählte Vokabular angeben.

Die hinzugefügten Begriffe könnt ihr unter Struktur>Taxonomie>Begriffe auflisten komfortabel verwalten.

Auf dieser Seite kann man

• die Reihenfolge ändern,
• Gruppierungen anpassen,
• bestehende Begriffe bearbeiten und
• neue Begriffe hinzufügen (das ist dann übrigens die zweite Variante, über die sich Begriffe hinzufügen lassen).

 

Inhalte und Begriffe verknüpfen

Nun wurden also die Vokabulare und die Begriffe angelegt. Jetzt fehlt noch eine Verbindung zu den Inhalten. Wird jetzt beispielsweise ein neuer Artikel angelegt, gibt es darin den bereits bekannten Tutorials-Bereich. (Öffnet man einen bereits vorhandenen Artikel, stehen die Optionen übrigens auch zur Verfügung). Dieser hat nun allerdings tatsächlich einen Inhalt.

Aktiviert dort den Begriff, der mit dem Artikel verknüpft werden soll. (Ob eine Mehrfachauswahl möglich ist, hängt letztendlich von den Einstellungen innerhalb des Vokabulars ab). Speichert die Einstellungen ab.

 

Wird ein so ausgestatteter Artikel im Frontend aufgerufen, gibt es dort das Vokabular mit den betreffenden Begriffen zu sehen.

Klickt man einen dieser Begriffe an, werden sämtliche Artikel aufgeführt, die ebenfalls mit diesem Begriff verknüpft sind. Über die Weiterlesen-Links können die Artikel vollständig gelesen werden.

 

Tagging nutzen

Im Zusammenhang mit dem Vokabular und den verlinkten Begriffen taucht auch das sogenannte Tagging auf. Das wird immer dann wichtig, wenn man seinen Besuchern oder Redakteuren die Möglichkeit geben will, Schlagworte für bestimmte Inhalte zu definieren. Will man beispielsweise einen Artikel taggen, ruft man diesen zunächst einmal auf.

Interessant ist dort das Feld Tags. In dieses Feld kann eine Liste von Begriffen eingetragen werden, die durch Kommata voneinander zu trennen sind. Diese Tags bzw. Begriffe sollten den Artikel möglichst gut beschreiben und dessen Inhalt wiedergeben. Schreibt man also beispielsweise einen Artikel über die Drupal-Installation, könnten die Tags Drupal, Installation, Voraussetzungen lauten. Sobald man diese Einstellungen gespeichert hat, gibt es im Frontend bei diesem Artikel einen Tag-Bereich.

In diesem sind die zu dem Artikel angegebenen Tags aufgeführt. Klickt man einen dieser Tags an, werden alle Artikel angezeigt, denen ebenfalls dieses Tag zugewiesen wurde. Wenn ihr Besuchern oder Redakteuren das Taggen von Inhalten erlaubt, solltet ihr die Tags regelmäßig überprüfen, um "schräge" Schreibweisen korrigieren zu können.

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