Drupal: Benutzerprofile, Bilder und OpenID

Die Benutzerregistrierung und –verwaltung hat noch deutlich mehr zu bieten als die Standardfunktionalität. So kann man nicht nur zusätzliche Felder innerhalb der Registrierung anbieten, auch Benutzerbilder und Signaturen sind möglich. Und noch etwas erlaubt Drupal: die Anmeldung der Benutzer über ihren OpenID-Account. Auch das wird in diesem Tutorial gezeigt.

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Mit der normalen Benutzerregistrierung und der Darstellung der Benutzerprofile muss man sich nicht zufriedengeben. Tatsächlich ermöglicht Drupal gerade auch auf diesem Gebiet eine gewisse Individualisierung. So kann man es beispielsweise seinen Benutzern ermöglichen, Signaturen und Profilbilder anzulegen. Zunächst zu den Signaturen. Um diese zu aktivieren, ruft man Konfiguration>Kontoeinstellungen auf. Dort stellt man die Option Signaturen aktivieren ein.

 

Mit Konfiguration speichern wird diese Einstellung übernommen. Ruft der Benutzer nun sein Profil auf, kann er über Mein Konto im Bearbeiten-Register seine Signatur anlegen.

 

Benutzerbilder/Avatare anlegen

Drupal ermöglicht es den Benutzern, Bilder zu hinterlegen. Erfahrungsgemäß funktioniert das allerdings nicht immer reibungslos. Mit der folgenden Beschreibung klappt es dann aber doch. Zunächst einmal muss man dafür sorgen, dass der Bilder-Upload überhaupt funktionieren kann. Dazu muss das Verzeichnis beschreibbar sein. Standardmäßig verwendet Drupal das pictures-Verzeichnis für Benutzerbilder. Zu finden ist dieses unter sites/default/files/. Wer ein anderes Verzeichnis verwenden will, kann das unter Konfiguration>Kontoeinstellungen erledigen.

Im Feld Bildverzeichnis lässt sich der Pfad anpassen. Noch bevor die Seite online geht, kann man ein Dummy-Bild anlegen. Das wird immer dann verwendet, wenn ein Besucher kein eigenes Foto hinterlegt hat. Legt dazu ein Dummy-Bild beispielsweise unter dem Namen dummy.gif im pictures-Verzeichnis an. Zusätzlich muss in das Feld Standard-Benutzerbild dieser Bildname eingetragen werden.

sites/default/files/pictures/dummy.gif

 

Ihr könnt das Bild aber natürlich auch anders nennen und es in einem anderen Verzeichnis speichern. Wenn ihr bestimmte Vorgaben für die Bilder machen wollt, könnt ihr das über das Benutzerbild-Richtlinien-Feld erledigen. Dort könntet ihr beispielsweise die erlaubten Dateitypen, Bildgröße usw. beschreiben.

Nachdem diese Einstellungen bestätigt wurden, können die Benutzer innerhalb ihres Accounts Bilder einstellen. Dazu müssen sie nur Mein Konto aufrufen und in das Register Bearbeiten wechseln. Dort finden sie den Bereich Benutzerbild hochladen, über den Grafiken von der lokalen Festplatte auf den Server übertragen werden können.

Zusätzliche Profilfelder bereitstellen

Von Hause aus stehen noch nicht allzu viele Felder zur Verfügung, über die Benutzer Informationen über sich preisgeben können. Drupal ermöglicht aber das Anlegen zusätzlicher Felder. Die entsprechenden Einstellungen dazu findet man unter Konfiguration>Kontoeinstellungen. Wie sich neue Felder anlegen lassen, kann man am besten anhand eines Beispiels zeigen. Durch die folgenden Schritte wird ein zusätzliches Feld angelegt, über welches das Geburtsdatum abgefragt wird.

Ruft dazu Konfiguration>Kontoeinstellungen auf und wechselt ins Register Felder verwalten. In das Feld Neues Feld hinzufügen wird Geburtstag eingetragen. Als Feldtyp stellt man Text ein. Bei Steuerelement kann Textfeld eingestellt bleiben. Mit Speichern werden die Einstellungen übernommen.

Auf der sich daraufhin öffnenden Seite können weitere Angaben zu dem neuen Feld gemacht werden, die aber in diesem Fall direkt mit Feldeinstellungen speichern übernommen werden. Bei der nächsten Seite kann man dann beispielsweise festlegen, ob es sich um ein Pflichtfeld handelt und ob das Feld auch während der Registrierung angezeigt werden soll. Außerdem lässt sich ein Hilfetext definieren. Im Fall des Geburtstages könnte man beispielsweise die Feldgröße und die Maximallänge beschränken.

 

Auch diese Einstellungen können abschließend wieder gespeichert werden. Ab sofort steht das Feld entweder im Profil oder/und auch während der Registrierung zur Verfügung.

 

Auf diese Weise könnt ihr jedes beliebige Feld zusätzlich anlegen und so die Registrierung und die Benutzerprofile personalisieren. Interessant ist das natürlich auch und gerade, wenn die Benutzer ihre Profile pflegen wollen, wie das beispielsweise hier auf PSD-Tutorials.de der Fall ist.

 

OpenID für die Anmeldung verwenden

OpenID ist ein sogenanntes Single-Sign-On-System, durch das die übliche Anmeldeprozedur über Benutzername und Passwort ersetzt werden soll. Um sich mittels OpenID an einer Webseite anzumelden, wird lediglich eine OpenID-Identität benötigt. Die eigentliche Anmeldung erfolgt dann über den OpenID-Provider.

Um in den Besitz einer OpenID zu kommen, muss man sich bei einem OpenID-Provider anmelden. Hier eine kleine Auswahl solcher Anbieter:

• MeinGuter.Name – https://meinguter.name/
• MyOpenID – https://www.myopenid.com/

Dort könnt ihr euch eine OpenID holen. Wenn ihr im Besitz einer solchen OpenID seid, könnt ihr bzw. können eure Benutzer sich damit am System anmelden.

Drupal unterstützt OpenID mittels eines Moduls. Dieses Modul muss vor dem ersten Einsatz allerdings erst noch aktiviert werden. Das geschieht über Module. Aktiviert dort das vor OpenID stehende Kontrollkästchen.

 

Mit Konfiguration speichern werden die Einstellungen übernommen. Sobald man sich jetzt das Formular für die Benutzeranmeldung ansieht, fällt dort der neue Eintrag Mit OpenID anmelden auf. Klickt man diesen Link an, wird man zur Eingabe seiner OpenID aufgefordert.

Nachdem man dort seine OpenID eingegeben hat, wird man automatisch auf die Seite seines OpenID-Providers umgeleitet. Dort kann nun entschieden werden, ob man der Seite seine Identität bekannt geben will. Erst wenn diese Kontrollabfrage bestätigt wurde, wird man auf die Drupal-Seite weitergeleitet.

Damit die Anmeldung über OpenID aber überhaupt klappt, müssen die Benutzer in ihrem Profil zunächst ihre OpenID angeben. Das geschieht nach dem Einloggen über das Register OpenID-Identitäten.

 

Dort muss die OpenID in das Textfeld eingetragen werden. Erst dadurch wird sie Drupal bekannt gemacht und man kann sich darüber anmelden. Ob ihr diese OpenID-Möglichkeit euren Benutzern anbieten wollt, bleibt letztendlich natürlich euch überlassen. Ein guter Service ist es aber allemal.

Praktisch ist das übrigens nicht nur für die normalen Besucher der Seite. Auch wenn ihr mit mehreren Leuten/Entwicklern an einer Webseite arbeitet, kann die OpenID gute Dienste leisten. So könnte man einen Account mit Administratorrechten anlegen. In diesem Account gibt man die OpenID an. Mit dieser OpenID könnten nun alle Entwickler auf das Backend zugreifen … und das von überall her. Somit hätte man lediglich einen Benutzer, der aber alles darf. Auch das ist eine Möglichkeit zur Nutzung von OpenID.

Fazit

Dieses Tutorial hat die erweiterten Möglichkeiten gezeigt, die Drupal auf dem Gebiet der Benutzerverwaltung zu bieten hat. Damit sind die machbaren Dinge auf diesem Gebiet allerdings längst nicht erschöpft. Denn richtig interessant wird das Ganze natürlich erst dann, wenn man effektiv mit Rollenberechtigungen arbeitet. Mehr dazu im nächsten Tutorial.

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