Drupal: So arbeitet Drupal

Nach erfolgreicher Installation könnt ihr euch als Administratoren frei im Backend bewegen. Damit das funktioniert, muss man sich am Backend anmelden. Das klappt natürlich nicht, wenn man mal das Passwort vergessen hat. Drupal hat mit Version 7 nämlich einen Sicherheitsmechanismus eingebaut, durch den das Wiederherstellen eines vergessenen Admin-Passworts erschwert wird. Wie sich dieses Problem lösen lässt, wird am Anfang dieses Tutorials gezeigt. Weiter geht es mit dem Vorstellen wichtiger Grundbegriffe aus dem Drupal-Umfeld. Und zu guter Letzt erfahrt ihr, welche Funktionen sich hinter den Einträgen des Hauptmenüs verbergen.

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Am Anfang dieses Tutorials steht aber eine andere Frage im Vordergrund: Was macht man, wenn man sein Passwort vergessen hat? Gibt man mehrmals eine falsche Benutzername-Passwort-Kombination ein, meldet sich Drupal folgendermaßen:

 

Bei einer Online-Installation, bei der der E-Mail-Versand funktioniert, kann man die Passwort-vergessen-Funktion nutzen.

 

Darüber lässt sich ein neues Passwort erstellen. Bei einer lokalen Installation hat man in aller Regel allerdings keinen E-Mail-Server. Wie kann man hier sein Passwort zurücksetzen? Dafür gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten. So kann man beispielsweise auf das Kommandozeilen-Tool Drush zurückgreifen. Wem das zu aufwendig ist, der kann aber auch folgendes PHP-Skript verwenden:

<?php
define('DRUPAL_ROOT', getcwd());
require_once DRUPAL_ROOT . '/includes/bootstrap.inc';
drupal_bootstrap(DRUPAL_BOOTSTRAP_FULL);
 require_once DRUPAL_ROOT . '/includes/password.inc';
if (isset($_GET['pass']) && !empty($_GET['pass'])) {
$newhash = user_hash_password($_GET['pass']);
}
else {
die('Retry with ?pass=PASSWORD set in the URL');
}
$updatepass = db_update('users') 
 ->fields(array(
   'pass' => $newhash,
//   'name' => 'admin',
//   'mail' => 'yourmail@example.com'
 ))
 ->condition('uid', '1', '=')
 ->execute();
print "Done. Please delete this file immediately!";
drupal_exit();
?>

Speichert diese Datei in das Wurzelverzeichnis der Drupal-Installation. Im Browser muss die Datei mit dem Parameter pass aufgerufen werden. Diesem pass weist man als Wert das gewünschte Passwort zu. Sollte der Benutzername nicht admin sein, müsst ihr den Wert bei name im Skript anpassen. Gleiches gilt natürlich auch für die E-Mail-Adresse. (Allerdings nur, wenn die vorangestellten Kommentarzeichen entfernt werden).

http://localhost/drupal/pass.php?pass=mypassword

Nachdem die Seite aufgerufen wurde, setzt Drupal das Passwort zurück und man kann sich mit dem neu vergebenen Passwort am Backend anmelden.

 

Das erste Mal im Backend

Sobald man sich das erste Mal am Backend anmeldet, wird eines im Vergleich zu anderen Systemen besonders deutlich.

Drupal wirkt eher schlicht und aufgeräumt, es wird allerdings auch nicht mit Symbolen gearbeitet.

 

Wer vorher also beispielsweise den Umgang mit Joomla! gewohnt gewesen war, wird sich umstellen müssen.

Tatsächlich wirkt Drupal auf den ersten Blick etwas technisch, was allerdings überhaupt kein Nachteil ist.

 

Wichtige Grundbegriffe

Wenn ihr mit Drupal arbeitet, werden euch immer wieder bestimmte Begriffe aus dem Drupal-Universum begegnen. Kennt man diese nicht, ist ein Arbeiten mit Drupal eigentlich unmöglich. Daher folgen hier einige (natürlich kurze) Begriffsdefinitionen. Auf die einzelnen Dinge wie Inhalte, Module, Themes usw. wird dann in späteren Tutorials natürlich noch ausführlich eingegangen.

Box: Boxen sind Container für Drupal-Seiten. Jede Box besitzt einen Titel und einen Inhalt. Mit Boxen bekommt man es zu tun, wenn man sich mit den Themes, also dem Design der Webseite befasst.
Block: Ein Block ist ein Bereich in Drupal. In Blöcken sind beispielsweise die Navigation oder ganz normale Inhalte hinterlegt. Dank dieser Blockbildung lassen sich die Inhalte der Webseite ganz einfach positionieren.
Inhalte: Standardmäßig gibt es in Drupal die beiden Inhaltstypen Artikel und Seite.
Filter: Dank der Filter kann man beispielsweise das Einschleusen von schädlichem JavaScript- oder HTML-Code verhindern.
Theme: Über Themes lässt sich das Aussehen der Webseite steuern.
Modul: Drupal selbst stellt lediglich die Grundfunktionalität zur Verfügung. Durch den Einsatz von Modulen lässt sich das System um beinahe jede beliebige Funktion erweitern. So kann man durch Module beispielsweise ein Forum aufbauen, einen Blog betreiben oder Umfragen durchführen.
Node: Nodes sind strukturierte Inhaltstypen, zu denen beispielsweise Storys und Umfragen gehören.
Taxonomy: In Drupal wird der Begriff Taxonomy für die Einteilung der Inhalte in Kategorien und Unterkategorien verwendet.
Rollen: Bei Rollen bzw. Roles handelt es sich um Benutzergruppen mit bestimmten Zugriffsrechten. Standardmäßig gibt es in Drupal die beiden Rollen Registrierter Benutzer und Besucher der Seite.

 

Die wichtigsten Drupal-Elemente

Sobald man sich eingeloggt hat, fällt im oberen Fensterbereich die Menüleiste auf.

Über dieses Menü hat man Zugriff auf alle relevanten Funktionen von Drupal. In dieser Tutorial-Reihe werdet ihr es daher immer wieder mit diesem Menü zu tun bekommen. An dieser Stelle daher zunächst ein kurzer Blick darauf, was euch hinter den jeweiligen Einträgen erwartet.

Startseite
Hierüber gelangt man direkt zur Startseite. Dort sind dann noch einmal alle Funktionen aufgeführt.

Dashboard
Im Dashboard kann man sich alle verfügbaren Blöcke anzeigen lassen. Zusätzlich sind dort die neuesten Inhalte und Benutzer zu sehen.

 

Inhalt
Das ist sicherlich das Herzstück der Drupal-Installation; schließlich legt man hierüber sämtliche Inhalte an.

Struktur
Gute Webseiten zeichnen sich durch eine gute Struktur aus. Die volle Kontrolle über den Aufbau eurer Seite bekommt ihr über diesen Menüpunkt. Es können Einstellungen unter anderem zu den Blöcken, den Menüs und den Modulen gemacht werden.

Design
Das Design von Drupal-Seiten wird über Themes gesteuert. Unter diesem Menüpunkt lassen sich vorhandene Themes verwalten und neue installieren. Dabei kann man Themes für das Backend und das Frontend bestimmen.

Benutzer
Eine Übersicht über die Benutzer kann man sich hier verschaffen. Ebenso können aber auch neue Benutzer hinzugefügt werden. Sind sehr viele Benutzer am System vorhanden, lassen sich diese auch anhand verschiedener Kriterien (Status, Rolle usw.) filtern.

Module
In diesem Bereich hat man Kontrolle über alle Module. Diese können aktiviert und deaktiviert werden. Ebenso lassen sich neue Module installieren und nicht mehr benötigte entfernen. Je nach Modul gibt es in der Spalte Operationen Links zur Hilfeseite, zum Anpassen der Berechtigungen der Rollen und zur Modul-Konfiguration.

Konfiguration
Das ist das Herzstück der Verwaltung. Über diesen Menüeintrag hat man tatsächlich Zugriff auf alle relevanten Funktionen.

Drupal lässt sich hier beispielsweise in den Wartungsmodus schalten. Ebenso findet man aber auch die Optionen für suchmaschinenfreundliche URLs, die Medienverwaltung und die Möglichkeit zur Verwaltung der Cronjobs.

Berichte
Drupal protokolliert zahlreiche Aktivitäten des Systems. Interessant ist das natürlich in erster Linie, um möglichen Fehlern auf die Spur zu kommen. In dieser Übersicht findet ihr die relevanten Informationen.

Hilfe
Keine besondere Überraschung beheimatet dieser Punkt. Dort ist die allgemeine Drupal-Hilfe zu finden. Die Hilfeseiten bieten eine grobe Orientierung und eine kurze Beschreibung der jeweiligen Problematik.

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