Drupal: Die lokale Installation Teil 2

Nachdem im letzten Teil die ersten Schritte der Drupal-Installation gemacht wurden, wird diese nun abgeschlossen. Während der Installation nimmt man die Grundkonfiguration vor. Dazu gehören das Anlegen des Administrators und die gewünschten Lokalisierungseinstellungen. In diesem Tutorial wird im ersten Schritt die Installation anhand des englischsprachigen Originalpakets von Drupal gezeigt. Direkt danach erfahrt Ihr aber natürlich auch, wie sich Übersetzungsdateien installieren lassen, damit Drupal mit einer deutschsprachigen Benutzeroberfläche daherkommt.

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Im vorherigen Tutorial wurden die Angaben zur Datenbank gemacht und mit Save and continue übernommen. Drupal versucht, eine Verbindung zum angegebenen Datenbankserver herzustellen. Klappt das nicht, gibt es eine Fehlermeldung.

 

Korrigiert in diesem Fall die vorgenommenen Einstellungen und bestätigt das geöffnete Dialogfenster erneut. Drupal wird daraufhin auf Basis des angegebenen Profils installiert. In dem sich anschließend öffnenden Fenster nimmt man die Grundkonfiguration vor. Im oberen Fensterbereich gibt man den Seitennamen und die Seiten-E-Mail-Adresse an. Diese Adresse wird später in automatisch von Drupal versendeten E-Mails (Registrierung, Passwort-Anfragen usw.) verwendet.

 

Im Bereich SITE MAINTENANCE ACCOUNT werden die Einstellungen für den Hauptbenutzer vorgenommen. Dieser Benutzer darf im System alles, ohne dass dazu noch zusätzliche Einstellungen angepasst werden müssten. Gebt einen Benutzernamen, Passwort und die E-Mail-Adresse an. (Es muss auch bei einer lokalen Installation eine valide E-Mail-Adresse eingetragen werden, da sich sonst die Installation nicht abschließen lässt). Wie so oft auch hier der Hinweis: Bei einer lokalen Installation kann man eine einfache Name-Passwort-Kombination wählen. Anders sollte das natürlich bei einer Provider-Installation sein, bei der auf eine sichere Name-Passwort-Kombination geachtet werden sollte.

Hinsichtlich des Passworts legt Drupal allerdings von Hause aus bereits einen gewissen Wert auf die Sicherheit.

• Mehr als sechs Zeichen.
• Es sollte Zahlen enthalten.
• Zeichen sollten groß- und kleingeschrieben werden.
• Punkte sollten ebenfalls enthalten sein.

Es handelt sich übrigens seitens Drupal nur um Passwort-Empfehlungen. Man kann auch ein einfaches Passwort wählen, die Installation klappt auch so.

Weiter geht es mit dem Bereich SERVER SETTINGS.

 

Zunächst einmal wäre da Default country, also das Standardland. Hier gibt man den Standort des Shops an. Wer seinen Shop in Deutschland betreibt, stellt also Germany ein. Österreicher wählen hingegen Austria.

Weiter geht es mit der Standard-Zeitzone, also der Default time zone. Standardmäßig wird diese Zeitzone für Datumsangaben auf der Seite verwendet. Üblicherweise wählt man dort Europe/Berlin … Unter UPDATE NOTIFICATION sind standardmäßig zwei Kontrollkästchen aktiviert.

Das kann man so übernehmen. Durch die Option Check for updates automatically wird automatisch nach Aktualisierungen für Drupal gesucht. Die Option Receive e-mail notifications sorgt dafür, dass man als Admin System-E-Mails erhält. Mit Save and continue wird der nächste Schritt aufgerufen.

 

Wurden alle Angaben gemacht, meldet sich Drupal mit einer Erfolgsmeldung.

 

Mit Visit your new site könnt ihr nun eure Webseite aufrufen.

 

Diese Seite ist eigentlich zweigeteilt. Ihr seht im unteren Seitenbereich das, was auch die normalen Seitenbesucher zu Gesicht bekommen. Allerdings fehlen bei denen wichtige Elemente, die nur euch als Admin bzw. anderen Benutzern, denen die entsprechenden Rechte zugewiesen wurden, zugänglich sind. Wie sich die Webseite den normalen Besuchern darstellt, könnt ihr euch anzeigen lassen, indem ihr im oberen Menü auf Log out klickt.

 

Wie ihr seht, wird jetzt nur noch der eigentliche Inhalt angezeigt. Sämtliche Elemente, auf die ihr als Admin Zugriff gehabt habt, sind verschwunden. Um euch wieder am Admin-Bereich anzumelden, könnt ihr die Benutzeranmeldung verwenden.

Tragt hier die während der Installation vergebene Kombination aus Benutzernamen und Passwort ein. Wollt ihr euch später am Backend anmelden, könnt ihr folgende Adresse direkt aufrufen:

http://localhost/drupal/user/login

Auch darüber ist eine problemlose Anmeldung am Backend möglich.

Wenn ihr euch das obere Menü anseht, wird deutlich, dass das System mit einer englischsprachigen Oberfläche daherkommt. In dieser Tutorial-Reihe wird allerdings von einer deutschsprachigen Oberfläche ausgegangen. Um an die zu kommen, gibt es prinzipiell zwei verschiedene Wege:

• Man installiert sich gleich ein deutschsprachiges Drupal.
• Man installiert die deutsche Sprachdatei nachträglich.

Das deutschsprachige Drupal-Paket könnt ihr von DrupalCenter.org herunterladen. Die Installation dieser Pakete funktioniert dann so, wie hier anhand des englischen Pakets beschrieben. Einziger Unterschied: Während der Installation muss die gewünschte Sprache (also z.B. Deutsch) eingestellt werden.

Bei der zweiten Variante muss man sich ein Sprachpaket von der Seite http://localize.drupal.org/translate/languages/de herunterladen. Bei der heruntergeladenen Datei handelt es sich um eine vom Typ po. Diese po-Dateien sind Übersetzungsdateien. Wenn ihr selbst Änderungen/Übersetzungen vornehmen wollt, könnt ihr diese Dateien anpassen. Einen entsprechenden Editor findet ihr mit Poedit auf der Seite http://www.poedit.net/.
Ruft anschließend den Menüpunkt Moduls auf und sucht in der sich daraufhin öffnenden Modulliste nach dem Eintrag Local.

 

Aktiviert das vorangestellte Kontrollkästchen und klickt im unteren Fensterbereich auf die Schaltfläche Save configuration.

Weiter geht es mit dem Menüpunkt Configuration. Sucht, nachdem ihr den angeklickt habt, auf der Configuration-Übersicht nach dem Bereich REGIONAL AND LANGUAGE und ruft Languages auf.

Über Add language kann man die Sprache auswählen. Im aktuellen Fall ist das German. Bestätigt wird die Auswahl mit Add language. Deutsch wird daraufhin in der Sprachübersicht angezeigt und lässt sich auch direkt über die Default-Spalte als Standardsprache bestimmen. Wenn ihr euch jetzt den Admin-Bereich anseht, fällt eines auf: Der ist nach wie vor in englischer Sprache. Was natürlich logisch ist, schließlich wurde die Sprachdatei noch nicht hochgeladen bzw. im System verfügbar gemacht.

 

Ruft dazu Configuration auf und klickt im Bereich REGIONAL AND LANGUAGE auf Translate interface. In dem sich daraufhin öffnenden Fenster wechselt man ins Register IMPORT.

Unter Language file wählt man die zuvor heruntergeladene po-Datei aus. Die übrigen Einstellungen, die auf dieser Seite verfügbar sind, können mit Import unverändert übernommen werden. Der Import der Sprachdatei dauert dann eine ganze Weile, oft mehrere Minuten. Nach erfolgreicher Installation wird eine entsprechende Meldung angezeigt.

For security reasons, your upload has been renamed to drupal-7.15.de_.po.
Die Übersetzung wurde erfolgreich importiert. 4666 Zeichenketten wurden neu übersetzt, 0 Zeichenketten aktualisiert und 0 Zeichenketten entfernt.

Sobald dieses Fenster geschlossen wird, erstrahlt das Backend in der gewünschten Sprache. Die Grundlagen sind jetzt gelegt, um mit Drupal zu arbeiten. Die Seite macht optisch und inhaltlich zwar noch nichts her, sie bildet aber die Basis für den Aufbau eurer Webseite.

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