Drupal: Die lokale Installation Teil 1

Was es mit Drupal eigentlich auf sich hat, wurde gezeigt. Nun geht es darum, wie sich Drupal installieren lässt. Ihr erfahrt in diesem Tutorial die Systemvoraussetzungen, wie Ihr zu einer Entwicklungsumgebung kommt und wie ihr darauf Drupal installiert.

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Bevor man mit Drupal arbeiten kann, muss das System natürlich zunächst aufgesetzt werden. Drupal ist recht genügsam, was die Installationsvoraussetzungen betrifft.

• 32 MB freier Speicher
• Apache 1.3, Apache 2.x oder Microsoft IIS
• MySQL 5.0.15 oder höher mit PDO, PostgreSQL 8.3 oder höher mit PDO, SQLite 3.3.7 oder höher
• PHP 5.2.5 oder höher (empfohlen wird 5.3)

Eine entsprechende Entwicklungsumgebung aus Server, PHP und Datenbank kann man manuell aufsetzen. Das ist allerdings aufwendig und schlichtweg nicht jedermanns Sache. Man muss es sich gar nicht so kompliziert machen, sondern kann auf ein sogenanntes All-in-one- bzw. Rundum-sorglos-Paket zurückgreifen. Diese Pakete sorgen dafür, dass man mit wenigen Handgriffen stolzer Besitzer einer vollständigen Serverumgebung ist.

In der Praxis am weitesten verbreitet ist zweifellos XAMPP. Zentrale Anlaufstelle für das Projekt ist http://www.apachefriends.org/de. An dieser Stelle wird die XAMPP-Installation nicht gezeigt, da das hier auf PSD-Tutorials.de bereits im Zusammenhang mit Joomla! ausführlich beschrieben wurde. Das entsprechende Tutorial findet ihr unter http://www.psd-tutorials.de/tutorials/web/joomla/-/view/20211–joomla-2-5-teil-03-eine-lokale-entwicklungsumgebung-installieren.

Die Datenbank vorbereiten

Drupal legt die Inhalte in einer Datenbank ab. Anders als bei vergleichbaren Systemen wird die benötigte Datenbank allerdings nicht automatisch während der Installation angelegt. Das erledigt man am besten mit phpMyAdmin noch vor der Drupal-Installation. Wenn ihr Drupal bei einem Provider installiert, findet ihr dort in aller Regel bereits eine Datenbank vor oder könnt dort selbst eine anlegen. Meistens wird für die Verwaltung von Datenbanken auch bei den Providern auf phpMyAdmin zurückgegriffen. Bei einer lokalen XAMPP-Installation kann phpMyAdmin folgendermaßen aufgerufen werden:

http://localhost/phpmyadmin

 

Um eine Datenbank anzulegen, ruft man das Datenbank-Register auf. Tragt in das Feld Neue Datenbank anlegen den gewünschten Datenbanknamen ein. Verwendet dabei weder Leer- noch Sonderzeichen usw.

Mit Anlegen wird die Datenbank erzeugt. Damit sind die Vorarbeiten abgeschlossen und Drupal kann installiert werden.

 

Drupal installieren

Ladet euch das Installationspaket von der Seite http://drupal.org/download herunter. Folgt dazu dem Link Download & Extend im oberen Menü.

 

Unter Core gibt es eine grüne Schaltfläche, die man anklickt. Auf der nächsten Seite können Version und Archiv-Art gewählt werden.

 

Wer unter Windows arbeitet, lädt sich üblicherweise das Zip-Archiv herunter. Klickt das heruntergeladene Archiv mit der rechten Maustaste an und wählt Alle extrahieren. Mit Extrahieren wird das Paket entpackt.

Überlegt euch nun, wo Drupal installiert werden soll. Üblicherweise legt man sich auf XAMPP ein entsprechendes Unterverzeichnis an, in das Drupal installiert wird. Das Hauptverzeichnis von XAMPP ist htdocs. Unterhalb von htdocs könntet ihr jetzt das Verzeichnis drupal anlegen.

 

In diesem Fall würde man die Drupal-Installation dann folgendermaßen aufrufen:

http://localhost/drupal

Im ersten Schritt wird man zur Auswahl eines Profils aufgefordert.

Links ist außerdem zu erkennen, welche weiteren Installationsschritte folgen werden.

Choose profile(active)
Choose language
Verify requirements
Set up database
Install profile
Configure site
Finished

Sollte anstelle dieser Profilauswahlseite ein Fehlerhinweis angezeigt werden, liegt das in aller Regel an einer veralteten PHP-Version oder einer nicht unterstützten Datenbank. Bei XAMPP sollten diesbezüglich keine Fehler auftauchen. Gibt es bei einer Provider-Installation entsprechende Fehlermeldungen, müsst ihr euch an den Provider wenden, da ihr dort normalerweise keine Möglichkeit habt, selbst Systemanpassungen vorzunehmen.

Bei Choose profile wird das Installationsprofil ausgewählt. Dabei hat man die Wahl zwischen Standard und Minimal. Bei Minimal wird eine Drupal-Variante installiert, die mit nur wenigen Modulen daherkommt. Verwendet wird Minimal beispielsweise, wenn nur wenig Speicherplatz zur Verfügung steht oder man ein möglichst reduziertes System haben will, das keinen größeren Ballast mit an Bord hat. Üblicherweise ist aber Standard die richtige Wahl. In dieser Tutorial-Reihe wird daher auch mit dem Standard-Profil gearbeitet. Mit Save and continue geht es zum nächsten Schritt, in dem die Installationssprache bestimmt wird.

Drupal kann in zahlreichen Sprachen betrieben werden. Für die Installation steht standardmäßig allerdings ausschließlich Englisch zur Verfügung. Wie ihr den Admin-Bereich auf Deutsch umstellen könnt, wird in einem späteren Tutorial gezeigt.

Mit Save and continue geht es zum nächsten Schritt. (Wer lieber gleich mit einer deutschen Installationsroutine starten will, kann sich die entsprechende Version von der Seite http://localize.drupal.org/translate/languages/de herunterladen.)

 

Drupal überprüft automatisch, ob die Installationsvoraussetzungen erfüllt sind. Stimmt alles, wird der Schritt Set up database aufgerufen.

Bei Verify requirements ist ein grüner Haken zu sehen.

Was ihr bei Database type auswählt, hängt letztendlich davon ab, welches Datenbanksystem verfügbar ist. Üblicherweise wird es sich aber um eine MySQL-Datenbank handeln. Verwendet eurer Provider SQLite, wird er euch darauf explizit hinweisen. Bei einer XAMPP-Installation gibt man MySQL an.

In das Feld Database name wird der Name der Datenbank eingetragen. Diesen Namen habt ihr der Datenbank zuvor selbst zugewiesen. Bei einer Installation beim Provider ist der Datenbankname normalerweise vorgegeben. In jedem Fall muss die Datenbank existieren; sie wird von Drupal nicht automatisch erzeugt.

Database username – An dieser Stelle wird der Name des Datenbankbenutzers gewählt, den man in phpMyAdmin angelegt hat. Solltet ihr keinen speziellen Benutzer angelegt haben, lautet der üblicherweise root. Bei einer Installation beim Provider bekommt ihr den Benutzernamen von eurem Provider zugeteilt.
Database password – Hier wird das Passwort des Datenbankbenutzers erwartet. Bei einer lokalen Installation lässt man das Feld üblicherweise leer, es sei denn, ihr habt dem Datenbank-Benutzer ein Passwort zugewiesen.

Unterhalb dieser Einstellungen gibt es den Bereich ADVANCED OPTIONS.

Die folgenden Optionen stehen zur Verfügung.

Database host – Dort ist standardmäßig localhost eingestellt. Interessant ist dieses Feld zum Beispiel, wenn Drupal bei einem Provider installiert werden soll. Dann muss manchmal ein anderer Host als localhost angegeben werden.
Database port – Standardmäßig läuft MySQL auf dem Port 3306. Sollte die Datenbank einen anderen Port nutzen, muss man den angeben. Nötig ist das aber eigentlich nur sehr selten.
Table prefix – Interessant ist das, wenn innerhalb der Datenbank bereits eine Drupal-Installation vorhanden ist. Durch einen Präfix können dann nämlich in eine Datenbank mehrere Drupal-Installationen parallel geladen werden.

Mit Save and continue geht es zum nächsten Schritt. Die weiteren Installationsschritte werden im nächsten Tutorial gezeigt.

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